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Unterstützung

bei seelischem Leid

Ansatz

 Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung meiner Sichtweise auf Gesundheit und Krankheit und was mir dabei half wieder gesund zu werden.


Was ist Gesundheit?


Gesundheit und Halt im Leben sind für mich vergleichbar mit einem Sockel.


Wenn man gesund ist, ist der Sockel fest und stabil. Man ist mit beiden Beinen mit ihm verbunden, so wie der Sockel fest mit dem Boden verbunden ist.


In der Phase der Gesundheit fühlte ich mich beispielsweise immer fit und stark. Der Zustand zeichnete sich durch ein allgemeines Wohlbefinden und eine Entspanntheit meiner Psyche und des Geistes aus. Als es mir gut ging, hatte ich viel Energie und war gerne für andere da. Alles ging mir leicht von der Hand und ich hatte Freude daran neue Dinge auszuprobieren. Für meine Selbstverwirklichung habe ich gerne gezeichnet, gekocht oder gebacken.

                                                                      


 


Was ist Krankheit?


Durch Krankheit fängt der Sockel an Risse zu bekommen und zu verblassen. In der Depression wird die Verbindung zum Sockel unterbrochen und man verliert seinen Halt.


Augrund privater Sorgen, Druck und Überarbeitung ist man seelisch und körperlich meist total überfordert und kommt kaum noch zum Luftholen. Man hat das Gefühl, dass man sich durch alles hindurchschleppen und zwingen muss. Irgendwann hat man zu nichts mehr Lust. Das Leben ist stark beeinträchtigt und man zieht sich auch privat zurück, meidet den Kontakt zu anderen und verlässt vielleicht nicht einmal mehr seine Wohnung. So entstehen dann Schuldgefühle und Selbstvorwürfe. Aber was soll man tun? Große Menschenmengen wirken auf einmal beklemmend. Man fühlt sich auch unter Vielen zunehmend nur noch allein und unverstanden. Das bisherige Leben ist stark am Bröckeln.


                                                                                                                   

Was ist Genesung?

 

In der Genesung habe ich die Risse am Sockel repariert, um wieder einen festen Stand zu bekommen. Mittlerweile habe ich meine ursprüngliche Kraft und Lebensqualität zurückerlangt.


                                                                                                                                                                             


Was aus der Krankheit herausgeholfen hat:


Achtsamkeit und eine gute Selbsteinschätzung haben dazu geführt, dass sich der Zustand wieder besserte. Durch das Aufsuchen professioneller ärztlicher Hilfe und die Kommunikation mit anderen Betroffenen während meines Klinikaufenthalts konnten ich genesen. In der Klinik kam ich zur Ruhe und verspürte wieder ein Gefühl von Freiheit, Ruhe und Entspannung. Die Gemeinschaft und der Austausch mit den Mitpatienten taten mir sehr gut. Man hatte jemanden zum Reden, für gemeinsame Aktivitäten und wieder Zeit und Freude an seinen Hobbys. Aufgrund der ähnlichen Probleme fühlte man sich gut verstanden.

 

Die Struktur im Leben kam allmählich zurück. Feste Gewohnheiten durch die berufliche Neuorientierung gaben ein Gefühl von Sicherheit und Regelmäßigkeit. Es ist gut auf sich und seine Grenzen zu achten, auch zu äußern, wenn einem etwas zu viel wird. Durch die Reduzierung des beruflichen Drucks habe ich meine Freude an der Arbeit wiedergewonnen.

Hilfreiche Gedanken bei der Bewältigung meiner Depression:


„Alle sagen, das geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und hat es einfach gemacht.“

(G. Kikic)


Du bist ein Wunder, das lebt, das auf dieser Erde wirklich ist. Du bist einmalig, einzigartig, nicht zu verwechseln. Weißt du das?“

(H. Beckmann)


"Nimm dir Zeit, um glücklich zu sein."

(K. Tepperwein)


„Alles, was du brauchst ist Hoffnung und Kraft. Die Hoffnung, dass alles irgendwann besser wird und die Kraft bis dahin durchzuhalten.“

(unbekannter Autor)


Grundlegende Ansichten in der Arbeit mit Klienten:

 

Ich vertrete alternative Sichtweisen und finde es wichtig auch einmal von der gewohnten Linie abzuweichen. Da ein Mensch mit psychischen Problemen gute wie schlechte Tage hat, halte ich es für notwendig den Betroffenen auch mal das machen zu lassen, wonach ihm gerade ist und ihn nicht mit aller Gewalt in eine Richtung zu drängen. Sich ein paar Tage lang gehen zu lassen, ist nicht tragisch. Es ist nur wichtig auch Anstöße zu geben, wenn etwas wiederholt nicht erledigt wird. Eine Mischung aus Zulassen und Fordern finde ich daher gut.

 

Meiner Meinung nach ist es enorm hilfreich und notwendig, einen Ansprechpartner nach der Entlassung aus dem Klinikaufenthalt zu haben. Oftmals werden Patienten aus der Klinik entlassen ohne zu wissen, wie es therapeutisch danach weitergeht. Als Genesungsbegleiter schließe ich diese Lücke und helfe meinen Klienten dabei einen passenden Therapeuten zu finden. Ich fange sie auf, wenn sie jemanden zum Reden brauchen. Ich bin der Ansicht, dass die Arbeit an sich selber mithilfe von psychotherapeutischer Unterstützung wichtig ist, um an die Ursachen und Lösungen für seine Probleme zu gelangen.

 

Das schrittweise Heranführen an das eigenständige Kochen stärkt das Selbstbewusstsein. Die Zubereitung einfacher Gerichte macht das möglich. Ziel ist es für sich selbst und nicht für andere zu kochen. Dadurch entsteht kein Druck, dass das Gericht perfekt sein muss. Im Vordergrund steht die Freude am Ausprobieren und Experimentieren. Die Gerichte sind individuell auf die jeweilige Person zugeschnitten, kostensparend und gesund.